Lernen durch Handeln: Veredelung von Apfelbäumen

Vom Vortrag zur Veredelung:                                  Ein unvergesslicher Workshop


An den vergangenen beiden Mittwochnachmittagen durften wir an einem spannenden Obstbaumveredelungsworkshop teilnehmen. Insgesamt waren wir 15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 bis 10, die sich auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Äpfel begaben. 

Der Workshop begann mit einem interessanten Vortrag über die Evolution und Fortpflanzungsbiologie von Apfelbäumen, der durch ein paar Rollenspiele mit uns in den Hauptrollen aufgelockert wurde. Während einige von uns Apfelbäume darstellten, summten andere als Bienen von Blüte zu Blüte oder waren als Bären unterwegs, die die Äpfel am Ende fraßen. Die kleinen Rollenspiele sorgten für gute Stimmung und machten den Einstieg besonders lebendig.

Danach ging es an die eingelagerten Äpfel: In vier Gruppen bekamen wir je 27 Äpfel, die wir nach ihren äußeren Merkmalen jeweils zu dritt einer Apfelsorte zuordnen sollten. Die Vielfalt war einfach überwältigend! Von kleinen, knubbeligen Äpfeln bis hin zu großen, fast birnenförmigen Exemplaren in allen nur erdenklichen Farbtönen – von Hellgelb bis Tiefdunkelrot – war alles dabei. Wir waren erstaunt, wie viele verschiedene Sorten es gibt und wie groß die Unterschiede sind.

Nachdem wir die 45 Apfelsorten (nur ein Bruchteil der ca. 2000 in Deutschland vorkommenden!) erfolgreich ihren Namen und Beschreibungen zugeordnet hatten, kam der Höhepunkt des ersten Teils: die Kostprobe! Neben bekannten Sorten wie Boskoop und Cox Orange schlemmten wir uns durch allerlei Exoten, wie Champagnerrenette, Gewürzluiken, Sternapi und Weißer Winterglockenapfel. Jeder Biss war ein neues Geschmackserlebnis! Es war spannend zu entdecken, wie vielfältig Äpfel in Geschmack und Konsistenz sein können. 

Eine Woche später waren wir bereit für den praktischen Teil des Workshops. Jetzt wurde es richtig spannend! Nach einer Einführung durften wir selbst ein scharfes Veredelungsmesser in die Hand nehmen und zunächst ein paar Probeschnitte an alten Zweigen durchführen. Das war um einiges schwieriger, als es aussah, doch nach und nach funktionierte es immer besser. Schließlich durften wir einen Reiser (Zweig) unserer Lieblingsapfelsorte wählen, zuschneiden und mit einer Unterlage (Wurzelteil) verbinden. Mit etwas Geschick klonten wir so unsere Lieblingsapfelsorte. In Zukunft werden unsere Apfelbäume hoffentlich Blüten für unsere fleißigen Bienen und natürlich leckere Äpfel für uns spenden.

Wir danken Herrn Jürgen Opschroef und dem Verein Landschaftspflege im Kreis Kleve e.V., die uns dank der Förderung durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW diese besondere Erfahrung kostenlos ermöglicht haben.

Für die Honeybees, J. Seyen, Kl. 9a

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